„Aufgeschlossene Gesellschaft“ - die Süddeutsche Zeitung hat über uns berichtet!

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Es sind nur ein paar Wörter, halblaut gezischt am Ende der Stunde, doch in ihnen steckt alles, wogegen Jonas Akaou kämpft. "Ridha", sagt der 30 Jahre alte Lehrer zu dem schmalen Jungen im Kapuzenpulli, während die anderen Siebtklässler aus dem Klassenzimmer strömen. "Bleibst du bitte kurz hier?" Ridha (Name geändert) tut so, als habe er nichts gehört, packt seinen Kram, schindet Zeit, trottet dann doch widerwillig zu Akaou hinüber. "Ridha, magst du wiederholen, was du eben gesagt hast?" Ridha mag nicht. Er steht einfach da und starrt in die Stille hinein. Aber Akaou weiß auch so, was Ridha genuschelt hat, was Ridha offenbar glaubt: dass er für seine Mitarbeit in der Stunde anders als seine Mitschüler kein Plus bekommen habe, weil er ein "Kanacke" sei. "Glaubst du wirklich, dass du schlechter behandelt wirst, weil du Ausländer bist?", fragt Akaou. Ridha antwortet nicht. "Ich möchte nicht, dass du so schlecht von dir selbst denkst", sagt Akaou.

Der Journalist und Moderator Jan-Martin Wiarda hat im September unsere Schule besucht und gibt einen Einblick in unser Schulkonzept und dessen Wirksamkeit, auch und gerade im Vergleich zu herkömmlichen Privatschulen.

Ein Artikel, der die Besonderheiten der „Schule für alle“ gut reflektiert: "Wir wollen Persönlichkeiten bilden und den Schülern helfen, ihre Stärken zu erkennen. Wir wollen aber auch, dass sie ihre Leistung bestmöglich steigern können. 74 Prozent der Quinoa-Schüler haben schon am Ende der 9. Klasse den Hauptschulabschluss, die Berufsbildungsreife, erlangt. Der Schnitt für Wedding liegt bei 45 Prozent.“

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