Die Quinoa-Schule Berlin erhält Staatliche Anerkennung als Privatschule!

von Redakteur (Kommentare: 0)

- Die Quinoa-Schule - ein Modell, wie Chancengerechtigkeit gelingen kann und erste spendenfinanzierte Privatschule in Deutschland - hat gestern die Staatliche Anerkennung vom Berliner Senat für Bildung, Jugend und Familie erhalten.

Immer noch hängt der Bildungserfolg in Deutschland stark von der sozialen Herkunft ab. Immer noch verlassen ca. 50.000 Jugendliche die Schule ohne Abschluss, sind über 500.000 der zwischen 15-24jährigen weder erwerbstätig noch befinden sie sich in Weiterbildungsmaßnahmen (Quelle: www.destatis.de; OECD Bildungsreport 2017). Dabei sind Jugendliche mit Migrationshintergrund überdurchschnittlich häufig in diesen Gruppen vertreten.

Vor diesem Hintergrund wurde die Quinoa-Schule 2014 als erste spendenfinanzierte Privatschule für Chancengerechtigkeit (Sekundarschule) gegründet. Sie ermöglicht durch ein neuartiges Schulprogramm jungen Menschen eine echte Chance auf Teilhabe an der Gesellschaft - gerade wenn sie in sogenannten Problemvierteln wie dem Berliner Wedding leben. Zurzeit werden an der Quinoa-Schule 110 Jugendliche unterrichtet, davon sind 82% lernmittelbefreit; d.h., dass die Familien von staatlichen Transferleistungen leben. Deutsch ist meist nicht die Muttersprache, fast alle haben einen Migrationshintergrund. Die Quinoa-Schule ist ein Modell für einen chancengerechten Schultyp, damit Jugendliche ihr persönliches und berufliches Leben selbstbestimmt gestalten und verantwortungsbewusst am gesellschaftlichen Leben teilnehmen können.

Heute, am Tag der Bildung, können wir einen Meilenstein feiern. Die Quinoa-Schule hat nun offiziell von der Senatsverwaltung Berlin für Bildung, Jugend und Familie die Staatliche Anerkennung als Sekundarschule in freier Trägerschaft erhalten. Mit der Anerkennung können wir im Frühjahr 2018 den ersten MSA - Mittlerer Schulabschluss - selbst durchführen und die Prüfungen abnehmen.

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